Arbeitszeiten im Onlineseminar: 9:30 – 12:30 und 14:00 – 17:00h
Political Grief, Gesellschaftliche Trauer 25.-26.06.2027
Trauerprozesse können auch durch ideologische und politische Verlusterlebnisse auf gesellschaftlicher Ebene ausgelöst werden. Wenn z.B. ein Krieg ausbricht oder wenn bisher selbstverständliche Rechte und Freiheiten eingeschränkt werden , können tiefe Verluste entstehen. Die Betroffenen erleben eine existentielle Irritation, durch das, was sich verändert. Verstärkend wirkt, dass nicht alle in einer Familie, einem Freundeskreis oder einer Gesellschaft die Veränderungen als verlustreich erleben. Während die einen Aufbruchsstimmung und Hoffnung empfinden, erleben die anderen den Verlust von identitätsstiftenden Faktoren. Wer in diesen Umbruchzeiten trauert, kann die Erfahrung oft nicht teilen. Das vertieft die Enttäuschung und Angst. In diesem Seminar sehen wir mit der Brille der Trauertheorie auf Verlusterleben und Trauerreaktionen, die eine gesamtgesellschaftliche Ebene betreffen. Gemeinsam untersuchen wir
- Was ist der Unterschied zwischen kollektiver Trauer und einsam erlebten gesellschaftlichen Verlusten?
- Können Interventionen aus der Trauerbegleitung für den Verlust von gesellschaftlichen Verlusten und für kollektive Trauer anwendbar gemacht werden?
- Was kann Empowerment hier bedeuten?
- Welche Rolle können symbolisches Handeln und Rituale spielen?
- Wie können gesellschaftlich Trauernde das aus der Trauerbegleitung so heilsam erlebte „Verbundenbleiben“ mit den eigenen Werten und Hoffnungen bewahren?












