Wir trauern nicht nur um Menschen und individuelle Schicksalsschläge. Trauerprozesse können auch durch ideologische und politische Verlusterlebnisse auf gesellschaftlicher Ebene ausgelöst werden. Wenn ein Krieg ausbricht, wenn eine Demokratie bedroht wird, können tiefe Verluste entstehen. Die Betroffenen erleben eine existentielle Irritation, zu den sichtbaren Reaktionen gehören Rückzug oder Protestaktionen. In diesem Seminar sehen wir mit der Brille der Trauertheorie auf Verlusterleben und Trauerreaktionen, die eine gesamtgesellschaftliche Ebene betreffen. Gemeinsam untersuchen wir, ob es einen Übertrag von unterstützenden Interventionen aus der individuellen Trauerbegleitung auf kollektive Trauerprozesse geben kann.
Political Grief / 19.05.2026
LOREM IPSUM










