Trauerakademie 2008

Hamidiye Ünal - Trauer ist Kultur

Vorstellung bzw. Einleitung

Mein Name ist Hamidiye Ünal, ich bin psychologische Psychotherapeutin, Verhaltens- und Familientherapeutin und arbeite seit 18 Jahren im TZFO Köln mit extrem traumatisierten Frauen und Männern, die todesnahe Erfahrungen gemacht haben. Ich begegne im Rahmen meiner therapeutischen Arbeit Einzelpersonen und Familien mit türkischen Wurzeln, deren Leben neben ihren Traumata, auch von unerledigter Trauer geprägt ist oder war. Sie sind häufig einem unerträglichen Leid ausgesetzt. Sie haben Angehörige, die spurlos verschwunden oder tot sind, die vor ihren Augen erschossen wurden, oder die die Folter nicht überleben konnten, bzw. deren Folter und Tod sie miterleben mussten, ohne eingreifen zu können... weiterlesen

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Beate Dirkschnieder und Marie Luise Hörler -
Die Wolken verlieren, den Himmel gewinnen

Wie uns Aspekte des Buddhismus helfen können, die Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen, zu bewältigen. Wieso dieser Titel? Was passiert, wenn wir die
Wolken verlieren und den Himmel gewinnen? Wir haben einen geliebten Menschen verloren, in der Liebe lebt er für uns weiter und wird zu einem Teil von uns. Durch die Trauer und die Bewältigung der Trauer und der Anerkennung aller auftretenden Gefühle wie Wut, Schmerz, Schuldgefühle können wir am Ende des Prozesses zu der Liebe in uns finden, die über den Tod hinausgeht... weiterlesen

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Chris Paul - erlaubt – verboten, erwünscht – verpönt. Einflüsse von Kultur/en auf Trauerprozesse und ihre Begleitung

Goethes Kulturbegriff umfasst

Kleidung, Ess- und Trinkgewohnheiten, Geschichte, Philosophie, Künste, Wissenschaften, Sprichwörter, Klima,
Landschaftsformen…….

Kultur ist die Gesamtheit der Verhaltenskonfigurationen und Symbolgehalte einer  Gesellschaft

Kultur sagt mir, wer ich bin –

in Bezug zu denen, die vor mir waren (Traditionen, Überlieferungen, Glaubenssätze, Religion, Werte)
in Bezug auf die, die jetzt mit mir sind (Umgangsformen, Lebensgestaltung, Kommunikation, Karriere, Glaubenssätze, Werte)
in Bezug auf die, die nach mir kommen (Vermächtnis, Sinn, Werte)


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Eva Chiwaeze - Trauer ohne Ende, Trauerbegleitung bei Flüchtlingen

Status: Flüchtling
Trauerwege
Begleitungsbeispiele
Voraussetzungen und Möglichkeiten der
Trauerbegleitung von Flüchtlingen
Handlungsempfehlungen

ASYLANTEN
FLÜCHTLINGE
ASYLSUCHENDE
ILLEGALE

FLUCHTURSACHEN

Politische Verfolgung
Krieg
Rassistische – religiöse – sexuelle Gründe
Existentielle Not


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Trauerakademie 2006

Sabri Hoffmann - Trauer in der muslimischen Community

Vorbemerkung

Es erscheint mir unsinnig, ein Thema wie „Trauer im Islam" anzugehen, das mögen die Islamexperten tun, die ständig „den Islam" oder „die Muslime" im Munde führen. Ich möchte vielmehr als deutscher Muslim, von dem berichten, was mir in der bunten und sich ständig verändernden „Community" der Muslime im Umgang mit Tod und Trauer begegnet ist. Dabei werde ich zuweilen bestimmte Begebenheiten und persönliche Erfahrungen, die mir besonders aufschlussreich erscheinen, anführen. Dies erscheint mir sinnvoller, als eine Darstellung der reinen Lehre und eines idealtypischen Verhaltens der Muslime zu präsentieren.

1. Die Theorie - Das Vorbild des Propheten

„Das Auge weint, und das Herz ist traurig. Doch sagen wir nur, was unserem Herrn gefällt.“

Verfolgt man gängige Darstellungen über den Islam, so wird das Bild eines strengen, gar starren Monotheismus gezeichnet, der das Alltagsleben durch eine Reihe von Einschränkungen und Bestimmungen reglementiert. Dass Muslime trauern, sieht man, dass dies aber legitim sei, glaubt man nicht. Selbst Muslime sind oft unsicher, falls man sie befragt, wie „der Islam" dazu stehe. Denn wenn Islam „Ergebung" bedeutet und Gott das Leben geben und nehmen kann, wie es ihm beliebt, ist dann nicht Trauer eine unzulässige Auflehnung gegen seinen Willen, kommt sie nicht der Blasphemie nahe?... weiterlesen

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Barbara Klee-Reiter - Demenz und Trauerprozesse

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich freue mich sehr über Ihre Einladung, hier einen Vortrag über Demenz und Trauerprozesse halten zu können. Beide Themen haben sehr viele Gemeinsamkeiten.
Demenz und Trauer sind Themen, über die nicht gerne gesprochen wird. Demenz und Trauer lösen starke Gefühle aus. Demenz und Trauer zeigen, dass wir bedrohte und verletzbare Menschen sind, die trotz aller Kontrolle ihr Schicksal nicht beeinflussen können.
Demenz und Trauer bedeuten das Ende des Verstehens. Demenzerkrankte und Trauernde sind auf das Verständnis und das Mitgefühl ihrer Mitmenschen angewiesen.
Sie, die sich mit Trauerbegleitung auskennen, wissen viel über die Begleitung von Menschen mit Demenz. Demenz, ein Trauerprozess, ist der treffende Titel meines Vortrages.

Mein Vortrag ist so aufgebaut, dass sie zuerst über das Syndrom Demenz informiert werden.
Danach wird die Situation der Angehörigen Raum bekommen.
An dem Beispiel Frau Reiners möchte ich Ihnen die Stadien der Demenz beschreiben, deren Bedeutung für die betroffene Person beleuchten, Reaktionen der Trauer aufzeigen und ihnen dann ganz praktische und erprobte Ideen der Begleitung beschreiben.

Zuerst zu dem Syndrom Demenz...weiterlesen

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